
MehrSpur Zürich-(Bassersdorf)-Winterthur
Das Grossprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur bringt für Bassersdorf langfristig viele Chancen, stellt unser Ufmattenquartier während der Bauphase jedoch vor spürbare Herausforderungen. Als Verein Ufmatten informieren wir Sie transparent über die Pläne der SBB, unsere Position als Quartiervertretung und wie wir uns aktiv für den Schutz der Anwohnenden einsetzen.
Projekt Mehrspur und die Bauphasen in Bassersdorf
Das SBB-Grossprojekt Mehrspur Zürich–Winterthur beseitigt das Nadelöhr auf einer der meistbefahrenen Bahnstrecken der Schweiz. Kernstück ist der Brüttener Tunnel, der den Bahnhof Bassersdorf direkt anbindet und künftig schnellere Taktfolgen ermöglicht.
Für Bassersdorf und insbesondere das Ufmattenquartier gliedert sich die Bauzeit in entscheidende Phasen: Von den ersten Vorarbeiten und Installationsplätzen über den umfassenden Gleisausbau und den Tunnelvortrieb bis hin zur finalen Rückbau- und Rekultivierungsphase. Als Quartiervertretung begleiten wir jede Etappe kritisch und konstruktiv, um Immissionen durch Lärm, Staub und Baustellenverkehr für die Anwohnenden minimal zu halten.
SBB Projekte in Bassersdorf
Der gesamte Bahnverkehr zwischen Zürich und Winterthur nutzt heute die einzige Doppelspurverbindung via Effretikon. Dieser Streckenabschnitt ist somit ein regelrechter Flaschenhals für den Bahnverkehr. Mit einer neuen Doppelspurlinie durch den Brüttenertunnel, dem Ausbau von vier Bahnhöfen und bereits bestehender Linien wird nun die dringend notwendige Entlastung geschaffen.
Bahnhof Bassersdorf
Im Bahnhof Bassersdorf werden die Perronzugänge barrierefrei ausgebaut, damit alle Züge stufenfrei erreichbar sind. Zudem entstehen zwei neue, breite Unterführungen.
2027 - 2030
Tunnelportal Bassersdorf
Erstellung der Baugrube für das Tunnelportal. Beim Ufmattenquartier/Bächli tauchen die beiden neuen Gleise in den Brüttenertunnel ab.
2026 - 2028
Strassenarbeiten
Verschiebung der Kantonsstrasse, die neu südlich der Bahnlinie in die Zürichstrasse mündet (Kreuzung mit Ampel). Aufhebung Unterführung Baltenswilerstrasse.
2026 - 2027

Belastung durch Nachtarbeiten beim Brüttenertunnel
Seit Anfang Oktober 2026 sieht sich das Ufmattenquartier mit einer aussergewöhnlichen Lärm- und Vibrationsbelastung bedingt durch die nächtlichen Arbeiten für das Projekt MehrSpur Zürich-Winterthur konfrontiert. Da das künftige Tunnelportal in unmittelbarer Nähe unseres Quartiers entstehen wird, finden derzeit umfangreiche Baugrubensicherungen direkt an den Gleisen statt.
Die Ursachen der nächtlichen Störungen
Zur Sicherung der bis zu 25 Meter tiefen Baugruben müssen über 20 Meter lange Metallprofile (Spundwände) mithilfe von Vibrationshammergeräten in den Boden eingebracht werden. Da die Flughafenlinie eine der am stärksten frequentierten Bahnstrecken der Schweiz ist und der Zugverkehr tagsüber nicht unterbrochen werden kann, verlegen die SBB die lärmintensivsten Arbeiten phasensweise in die Nachtstunden (vorwiegend zwischen 01:00 und 04:00 Uhr).

Untragbare Zustände für Anwohner des Ufmattenquartiers
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Aussergewöhnlicher Lärm: Die Arbeiten erzeugen Spitzenwerte, die zeitweise über 110 Dezibel erreichen und herkömmlichen Fluglärm deutlich übertreffen.
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Wirkungsloser Schalldämpfungsschutz: Die bestehenden, rund vier Meter hohen Lärmschutzwände sowie neuartige Schalldämpfer an den Geräten bieten gegen diese Art von Schallwellen und Rüttelgeräuschen kaum Schutz. Zudem kann der Schalldämpfer aus Sicherheitsgründen direkt an den Gleisen nicht immer vollständig eingesetzt werden.
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Spürbare Vibrationen: Neben der akustischen Belastung sorgen die Erschütterungen im Erdreich für schlaflose Nächte bei vielen Anwohnerinnen und Anwohnern.
Statement des Vereins Ufmatten zur unzumutbaren Baulärm-Belastung durch die SBB
Der Verein Ufmatten nimmt die aktuelle Situation rund um die nächtlichen Bauarbeiten für den Brüttener Tunnel nicht länger klaglos hin. Die extreme Lärm- und Vibrationsbelastung raubt den Anwohnerinnen und Anwohnern den Schlaf, gefährdet die Gesundheit und beeinträchtigt die Lebensqualität im Quartier massiv. Diesen Zustand können und werden wir so nicht akzeptieren.
So sehr wir die Wichtigkeit von nationalen Infrastrukturprojekten anerkennen: Die Verhältnismässigkeit ist im Ufmattenquartier überschritten. Wenn nachts zwischen 1 und 4 Uhr Lärmspitzen von über 110 Dezibel gemessen werden und Häuser durch Rüttelarbeiten erzittern, ist eine Grenze erreicht. Das Angebot von Hotelzimmern mag im Einzelfall eine Notlösung sein, stellt aber keine nachhaltige Antwort für ein ganzes Quartier dar, das über Monate und Jahre hinweg mit Bauarbeiten konfrontiert ist.
Der Verein Ufmatten fordert sofortiges Handeln und leitet Schritte ein
Um die Nachtruhe, die Gesundheit und den Frieden im Quartier wirksam zu schützen, wird der Vorstand des Vereins Ufmatten umgehend folgende Massnahmen ergreifen:
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Direktkontakt und Nachverhandlungen mit der SBB: Wir fordern von der Bauherrschaft eine Überprüfung des Bauablaufs. Die lärmintensivsten Arbeiten (insbesondere das Rammen und Rütteln von Spundwänden) müssen konsequenter in die Tagesstunden verlegt werden. Wo Nachtarbeit unvermeidbar ist, verlangen wir den lückenlosen Einsatz wirksamer Schallschutztechnologien sowie verbindliche Lärmobergrenzen.
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Schlussrutsch mit der Gemeinde Bassersdorf: Wir suchen das Gespräch mit dem Gemeinderat und der Bauabteilung, damit die Behörden ihre politischen Möglichkeiten ausschöpfen und sich geschlossen für Ihre Bürger gegenüber dem Bund und der SBB einsetzen.
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Einbindung von Medien und Öffentlichkeit: Wir werden die Situation im Ufmattenquartier weiter aktiv öffentlich machen, um den Druck auf die Verantwortlichen aufrechtzuerhalten.
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Koordination im Quartier: Wir bündeln die Rückmeldungen der Anwohnerinnen und Anwohner, um der Betroffenheit unseres Quartiers gegenüber Behörden und Medien eine starke, gemeinsame Stimme zu verleihen.
Gemeinsam für unser Quartier
Wir lassen nicht zu, dass unser Wohnquartier über Jahre hinweg unbewohnbar wird. Der Verein Ufmatten setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass die SBB ihrer Verantwortung gegenüber der Nachbarschaft nachkommt und tragfähige, verträgliche Lösungen umsetzt.
Du hast ein Anliegen?
Hast du Fragen zum Bauprojekt MehrSpur, konkrete Beobachtungen oder möchtest du dich mit dem Verein Ufmatten austauschen? Nimm jederzeit Kontakt mit uns auf.